3i-Projekt
-verarbeitung und
-bereitstellung
Foto: UHH/Denstorf
27. März 2026

Foto: UHH/Esfandiari
In der Reihe „Teilprojekte konkret“ stellen wir ein bis zwei Teilprojekte vor. Hier: Teilprojekt Campusentwicklung – Wissensräume
Interview mit der Teilprojektleitung: Joern Trottenberg (UHH) und Olaf Eigenbrodt (SUB)
Was verbindet Ihr mit 3i?
Das 3i-Projekt ist eine tolle Gelegenheit, gemeinsam Fragen zu diskutieren und Themen anzugehen, die für uns alle in unserer täglichen Arbeit relevant sind. Gleichzeitig ergeben sich neue Perspektiven, die wir gemeinsam gestalten wollen.
Worum geht es im Teilprojekt Campusentwicklung – Wissensräume?
Bei den 3i geht es nicht nur um Informationen und Dienstleistungen. Auch die Räume, in denen mit den Informationen gelernt und gearbeitet wird, sind ein zentraler Teil der Wissensinfrastruktur. Als Lernräume sind sie immer Teil des Lernweltennetzwerks auf dem Campus und müssen gute Bedingungen bieten, um alleine oder in der Gruppe zu arbeiten. Dabei geht es nicht nur um Wissensaneignung, sondern auch um ko-kreative und hybride Wissensproduktion. Das Teilprojekt setzt sich damit auseinander, wie solche Wissensräume aussehen müssen und welche Angebote und Dienstleistungen damit verbunden sind. Ziel ist nicht nur die Verbesserung der bestehenden Räume in Bibliotheken und außerhalb, sondern auch die Entwicklung neuer Raumkonzepte, die die Arbeit mit digitalen Angeboten und KI-Unterstützung ermöglichen. Wir gehen dabei von einem ganzheitlichen Konzept des Lernens aus, das auch Kommunikation, Ruhephasen und Bewegung einschließt und den Campus insgesamt in den Blick nimmt.
Wir können im Projektverlauf natürlich keine größeren Baumaßnahmen umsetzen, wollen aber gemeinsam Standards für das 3i-System formulieren und konkrete Vorschläge machen. Dabei spielt auch der Aspekt der zukünftigen Betreuung durch 3i-Personal und die Weiterentwicklung von Räumen eine Rolle.
Wer arbeitet mit?
Das Teilprojekt wird von Olaf Eigenbrodt (SUB) und Joern Trottenberg (Martha-Muchow-Bibliothek) geleitet. Als Projektmitglieder dabei sind Jan de Wolff (Referat 83), Rolf Duden (SUB), Andrea Henning (Bibliothek WISO/BWL), Hans-Jürgen Holbein (SUB), Mike Lemke (MIN-Bibliotheken), Silke Lubahn (Referat 83), Torsten Ostmann (SUB), Paula Tsialonina (Lab for Hybrid Learning Spaces) und Georgia Wohlleben (ZB Recht). Unterstützt werden wir auch von Beate Grünzig und Mustafa Batman (beide Referat 83).
Was ist bisher im Projekt passiert?
Als Grundlage für die Arbeit im Projekt haben wir zunächst eine Definition für studentische Arbeitsplätze erarbeitet. Diese beschreibt einen Mindeststandard und dient zugleich als Ausschlusskriterium für die quantitative Erfassung der bestehenden Arbeitsplätze. Darauf aufbauend wurde eine qualitative Checkliste für die Erhebung der Arbeitsplätze innerhalb und außerhalb von Bibliotheken entwickelt. Diese dient der Zustandsbeschreibung und ist zugleich mit einer Arbeitsplatztypologie als Grundlage für die Standardisierung verschränkt. Die Checkliste wurde mithilfe einer Online-Befragung unter Nutzenden der Bibliotheken evaluiert. Das Feedback dient in der weiteren Auswertung der Bestandserhebung als ein Anhaltspunkt für die Priorisierung der Qualitätskriterien. Durch die Online-Befragung haben wir zugleich generelle Anmerkungen und Wünsche in Bezug auf die Arbeitsplätze in Bibliotheken gesammelt und ausgewertet. Diskutiert wurden auch Ansätze für eine Belegungsanalyse von Wissensräumen, die nach Auswertung der Arbeitsplatzerhebung durchgeführt werden soll, um freie Arbeitsplätze sichtbarer zu machen.
Was ist als nächstes geplant?
In diesem Jahr wollen wir uns noch intensiver mit den Arbeitsplatztypologien und der Auswertung unserer Erhebung beschäftigen. Außerdem haben wir uns vorgenommen, auf der Grundlage des UHH-Styleguides für Gebäudeleitsysteme und des digitalen Rauminformationssystems bibliotheksspezifische Leitsystemkomponenten zu entwickeln, um so die Orientierung in den Bibliotheken vor Ort zu verbessern. Weiterarbeiten werden wir auch an den Themen Belegungsanalyse und Auslastungsanzeige. Nach der Sommerpause widmen wir uns dann dem Konzept für Ko-Kreationsräume.
Wie können Euch die Kolleg:innen aus dem 3i-System unterstützen? Oder: Wie kann man bei Euch mitmachen?
Wir freuen uns immer über Feedback und Anregungen(info.3i"AT"uni-hamburg.de) zu unserer Arbeit.
Und sonst?
Bei unseren Diskussionen ist uns aufgefallen, wie wichtig es ist, den ganzen Campus in den Blick zu nehmen. Aus den Rückmeldungen der Studierenden haben wir gelernt, dass es oft die scheinbar einfachen Dinge sind, mit denen man die Arbeitssituation und das Lernerlebnis verbessern könnte.